Informationen für Eltern von Mobbing-Betroffenen

Leider kommt es heutzutage immer öfter in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen zu Auseinandersetzungen zwischen Schülern und im schlimmsten Fall zum Mobbing.

In solchen Situationen sind Eltern oft ratlos und überfordert und suchen nach Möglichkeiten, wie sie ihr betroffenes Kind unterstützen können.


Hier ein paar Tipps im Umgang mit Mobbing für Angehörige / Eltern:

  1. Werden Sie aufmerksam, wenn Ihr Kind plötzlich nicht mehr zur Schule möchte und sich im Zimmer verschanzt. Jeder kann mal einen schlechten Tag haben und sich unwohl fühlen. Hält dies allerdings mehrere Tage bis zu Wochen an, dann nehmen Sie diese Warnsignale wahr.
  2. Führen Sie ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Kind und stellen Sie eine gute Vertrauensbasis her. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Sie eine Vertrauensperson sind und Ihrem Kind helfen.
  3. Führen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam ein Gespräch mit den Lehrern und suchen sich dort Unterstützung. Falls Ihr Kind sich entscheidet, Gespräche mit dem Mobbingtäter bzw. mit dem Lehrer alleine zu führen, dann akzeptieren Sie diese Entscheidung. Stärken Sie Ihr Kind dabei, indem Sie ihm Mut machen und deutlich vermitteln, dass Ihr Kind gut ist, so wie es ist!
  4. Als Elternteil nehmen Sie wahr, dass es Ihrem Kind nicht gut geht. Sprechen Sie Zuhause nicht nur von dem Mobbing, sondern stärken Sie Ihr Kind in den Dingen, mit denen es gut zufrieden ist, z. B. Hobbys und bestehenden Freundschaften. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Kind dabei unterstützen soziale Kontakte wie Freundschaften bzw. auch Vereine weiterhin zu besuchen, damit das Selbstbewusstsein gestärkt wird.
  5. Sie kennen Ihr Kind und nehmen wahr, wie Ihr Kind sich während des Mobbing-Prozesses verändert und dass es Verhaltensweisen aufweist, die Sie sonst von Ihrem Kind nicht kennen. Dazu gehören u. a. Isolation, anhaltende Traurigkeit, emotionaler Rückzug, Antriebslosigkeit, körperliche Beschwerden oder auch Schlafstörungen. Ängste sind auch ständige Begleiter von Mobbingbetroffenen. Falls Ihr Kind von solchen Symptomen betroffen ist bzw. Sie starke Veränderungen im Verhalten ihres Kindes wahrnehmen, dann suchen Sie sich professionelle Unterstützung und begleiten Sie Ihr Kind dabei, diesen Schritt zu gehen. Hier ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind vermitteln, dass Sie Ihr Kind dabei unterstützen und, wenn es sich wünscht, auch bei den Sitzungen dabei sind. Das Kind darf entscheiden, sodass es sich gut anfühlt und keine Gefahr darstellt. Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind bei dem Therapeuten wohlfühlt und gerne zu den Sitzungen geht.
Mobbingberatung: Aufstellung von Figuren